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Dagys Reisebilder

Korsika



Korsika
Mai /Juni 2016

Westküste

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Korsika - Westküste

Vico - Letia - Marignana - Tassu - Spelunca-Schlucht - Calanche




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Heute steht ein langer Tagesausflug auf dem Programm mit zwei oder drei Wanderungen.

In Sagone kaufen wir ein paar herzhafte Snacks und kalte Getränke für unterwegs.

Auf der D70 geht es dann ins Landesinnere. Erster Halt bei Vico bzw. beim Col de Saint-Antoine.
Hier befindet sich am Kreisverkehr, am Anfang der D23, die Menhirstatue Appricciani neben einer Kapelle. Auf der D23 geht es dann nach Vico.

Foto Vico Menhir Foto Vico

Vico

Das beschauliche Bergdorf sollte man sich anschauen, schon wegen der sehr hohen Häuser in dem einst befestigten Ort. Es gibt zwei Dorfplätze. Am Place Casanelli d'Istria mit der Broncestatue spielt sich das ganze Dorfleben ab, wodurch Vico viel lebhafter wirkt, als es ist.

Wir kaufen hier Wein und korsische Käsespezialitäten. In einer der Bars am Platz bestellen wir ein kleines Gedeck inkl. Myrthen-Likör. Den möchten wir unbedingt noch probieren. T. als Fahrer nippt natürlich nur. Als Folge, man soll ja nichts verkommen lassen, spüre ich die Wirkung noch sehr lange.

Foto Vico KircheÉglise paroissiale Ste Marie

Als Schutz vor Piraten und Eroberern zog es im 16. Jahrhundert die Geistlichen von der Küste in die Berge und Vico wurde damals Bischofssitz.


Foto Vico Kirche
Foto Vico Foto Vico
Foto Vico
Foto Vico Foto Vico
Foto Vico
Foto Vico Foto Vico
Foto Vico Foto Vico
Wir fahren weiter, aber nicht wie geplant zurück zur D70.
Mein T-Bär möchte über Letia fahren. Ich bin nicht sonderlich begeistert. Ein Blick auf die Karte, eine grauweiße Straße und mit massenhaft Geschlängele. Nee, das müssen wir ausdiskutieren. Das kostet Zeit, den Golf von Porto und den Halt in Ota, mindestens. Der Mann am Steuer setzt sich schließlich durch.

Foto LetiaDas schmale Sträßchen D156 führt uns aber durch eine schöne einsame Landschaft, aber auch durch gefühlt 100 Kurven zusätzlich.
Foto Landschaft D156
Foto Letia Foto
Foto Landschaft D24 Etwa eine Stunde später sind wir wieder auf der D70, fahren weiter Richtung Evisa.

Biegen aber vorher ab auf die D24 nach Marignana.
Dort ist eine Wanderung zum verlassenen Dorf Tassu
vorgesehen.

Marignana - Wanderung zum Geisterdorf Tassu

In Marignana fahren wir beinah ab Abzweig vorbei, so scharf geht es nach rechts ab. Auf dem Foto links, gegenüber vom Parkplatz mit dem Brunnnen, fahren wir die schmale Straße bergab, passieren einen Friedhof und parken kurz danach unterhalb der Gite d’Etape A Rota. Foto Marignana
Foto Marignana

T. muss leider mal wieder alleine laufen.
Jede Schildkröte wäre vergleichsweise in einem Affenzahn an mir vorbeigezogen, so langsam wie ich bin.

Meine Wartezeit gestaltet sich jedenfalls nicht langweilig, wurde ich doch Zeuge eines lustigen Schauspiels.


Foto WegweiserWährend der Anführer einer Wandergruppe sich den Weg offensichtlich per Handy erklären lässt, setzt sich der Rest der Gruppe auf ein Mäuerchen und starrt derweil direkt auf den gut erkennbaren Wanderweg, der auch noch ausgeschildert ist. Schautafel gibt es auch. Die sind entweder blind oder planen bewusst einen anderen Weg.
Die Straße gehört ja ebenso wie der Wanderweg auch zur historischen Route.

Mangels meiner Französischkenntnisse belasse ich bei einem Versuch per Gestik auf den Pfad hinzuweisen. Dann zieht die Truppe mit dem telefonierenden Mann weiter die Straße runter, um einige Zeit später wieder zurückzukehren.

Klar, ich habe auch vorher genau recherchiert, wo nun genau der Wandereinstieg ist.
Karte
Ich hatte immerhin sowas:
Manchmal ist Papier doch noch ganz nützlich.

Man kann mit den Kompass-Karten übrigens auch online planen. Es gibt sogar ne App fürs Phone.
Das verlassene Dorf Tassu

Früher führten Handelswege von Evisa, Marignana und Christinacce über Tassu. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die D24 gebaut und der Ort verlor seine Bedeutung. Heute sind die Wege ein Teil der Routen Mare e Monti und Mare a Mare Nord und werden nur noch von Wanderern, Forstleuten und Jägern begangen.
Foto Wanderweg zum Dorf Tassu
Foto Wanderweg zum Dorf Tassu
Foto Wanderweg zum Dorf Tassu
Foto Wanderweg zum Dorf Tassu
Foto Wanderweg zum Dorf Tassu
Foto Wanderweg zum Dorf Tassu
Nur noch wenige Meter
bis zum Dorf Tassu
Foto Tassu
Foto Dorf Tassu
Foto Dorf Tassu
Foto Ruinen Tassu
Foto Dorf Tassu
Für uns geht es nun weiter. Wir fahren zurück zur Hauptstraße bei Marignana und erreichen nach wenigen Kilometern die D84, die wir parallel laufend auf der anderen Talseite, schon die ganze Zeit gesehen haben. Wir rollen nun langsam wieder Richtung Küste, mit Halt an der Spelunca Schlucht für eine Wanderung.
Foto Marignana Landschaft
Foto Landschaft D84
Durch eine imposante Bergwelt fahren wir auf der  D84  entlang einer tiefen Schlucht. Nach jeder Kurve bietet sich eine neuer Blick auf rötliche Felswände und Berggipfel, die da heißen "Capu d'Oto" und "Capu d'Ortu" (siehe oben). Parkbuchten sind rar, eng und oft besetzt. Da muss gelegentlich aus dem Auto heraus fotografiert werden. Tiere wie Schweine und Ziegen an und auf der Straße gibt es auch. Auf Touristen, die hinter Ziegen herlaufen ist also beim Fahren ebenso achten.
Foto Landschaft D84
Foto Landschaft D84
Foto Landschaft D84
Foto Landschaft D84
Foto Calanche
Foto Landschaft D84
Wie gesagt, hinter den Ziegen liefen schon andere Touristen her, uns blieben die Schweine.
Foto Schweine Foto Schweine

Spelunca-Schlucht

Um zur Spelunca-Schlucht zu kommen, müssen wir abbiegen Richtung Ota auf die D124. Ein sehr schmales, mit Schlaglöchern und Flicken übersätes Sträßchen, von dem man denkt, gleich rutscht es vom Abhang. Es sind aber nur wenige Kilometer bis zu den zwei Straßenbrücken. Unter der einen fließt der Lonca, unter der zweiten der Aitone, der vereinigt mit dem Lonca im weiteren Verlauf als Porto Richtung Meer fließt.

Badebecken finden sich auf beiden Seiten der Brücke. Auf der einen Seite scheint das Becken tiefer zu sein, wie eine junge Frau etlichen Schaulustigen beweist, in dem sie von der Brücke springt. Triefendnasse Menschen in Badezeugs rennen mit Handys und Fotoapparaten bewaffnet über die Straße hinter ihr her, und klatschen Applaus nach erfolgtem Platsch.

Von "Ota" kommend geht man gleich hinter der zweiten Brücke, eine Natur-Steintreppe hinunter zu den Badegumpen und kommt gleichzeitig auf den Fernwanderweg "Tra Mare e Monti", der durch die Spelunca-Schlucht führt und auf der anderen Straßenseite, am Fußballplatz vorbei, in die andere Richtung.
Spelunca-Schlucht Bruecke
Foto Spelunca-Schlucht







Ich bleibe bei den Badestellen unterhalb der Brücke.
Foto Spelunca-Schlucht
Foto Spelunca-Schlucht
Mein Freund macht sich auf den Weg und wandert auf dem mittelalterlichen Maultierpfad entlang der Spelunca Schlucht bis zur genuesischen Brücke „Ponte a Zaglia“.
Foto Spelunca-Schlucht
Foto Spelunca-Schlucht Foto Spelunca-Schlucht
Foto Spelunca-Schlucht
Foto Spelunca-Schlucht Foto Spelunca-Schlucht
Foto Spelunca-Schlucht Foto Spelunca-Schlucht
Foto Ponte Zaglia
Foto Spelunca-Schlucht bei Ponte Zaglia
Ponte Zaglia
Noch ein paar Impressionen vom Rückweg.
Foto Spelunca-Schlucht
Foto Spelunca-Schlucht
Foto Spelunca-Schlucht
Es ist schon spät, die Sonne steht tief. Wir müssen uns sputen, um noch bei schönem Licht in der Calanche einzutreffen. Wie vermutet bleibt uns für einen Blick auf "Porto" und den Golf nur noch ein Aussichtspunkt.

Golf von Porto
Foto Golf von Porto

Foto Golf von Porto

Calanche

Von Porto bis Piana schlängelt sich die D81 in zahlreichen Kurven durch eine faszinierende Landschaft orangeroter Felsen in den bizarrsten Formen. 1982 zum Weltnaturerbe der UNESCO erklärt, zieht diese grandiose Naturlandschaft massenhaft Touristen an. Wir haben damit gerechnet, vor lauter Fußgängern, Bussen, Motorrädern, Wohnmobilen und Autos nur auf abenteuerliche Weise voran zu kommen oder eine Parklücke zu erhaschen. Zum Glück bleibt uns das erspart. So gesehen ist es ein Vorteil, spät dran zu sein.

Wir können die von Wind und Regen modellierten Felsskulpturen- und Formationen in Ruhe und Stille genießen.
Foto Calanche
Foto Calanche
Foto Calanche
Foto Calanche
Foto Calanche
Foto Calanche
Foto Calanche
Foto Calanche
Foto Herzfelsen Calanche
Foto Calanche
Foto Mühle in der Calanche
Die Mühle am Dardo
ist in Privatbesitz. Man kann aber hinuntergehen und im Fluss ein Bad nehmen.

Leider müssen wir auch hier in der Calanche Abstand nehmen von Wanderungen.

Auch wenn man es auf den Fotos nicht sieht, es ist bereits 20:00 Uhr. Es wird Zeit sich auf den Heimweg zu machen.
Foto Calanche
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