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Dagys Reisebilder


Lanzarote
Mai 2014


Ausflug 2

Nationalpark
Timanfaya






Lanzarote
- Ausflug 2


Nationalpark - Parque National de Timanfaya





Der Nationalpark ist nur einen Auto-Katzensprung von unserem Feriendomizil entfernt.
Von La Asomada aus starten wir zu einer Rundtour über die LZ 56, Mancha Blanca, und dann zurück über die LZ 47. Geplant ist auch eine Busfahrt durch die Montañas del Fuego, gute Sicht vorausgesetzt. Schauen wir mal. Der Himmel spielt hier in den Bergen nicht so mit, wie wir erhofft haben. Auch heute weht ein fast stürmischer Wind.

Der Nationalpark Timanfaya

liegt in einem ca. 170 qkm großem Lavafeld. Es soll das größte der Erde sein; entstanden während der Vulkanausbrüche in den Jahren 1730 - 1736. Zwei asphaltierte Straßen führen durch die Lavafelder.

Irritierend für uns, in vielen Reiseführern wird behauptet im Nationalparkt dürfe man sich auf eigene Faust nicht bewegen. Das stimmt auch so weit. 50 qkm im Gebiet der Montañas del Fuego stehen unter ganz besonderem Schutz und dürfen eigenmächtig nicht betreten werden. Gekennzeichnet mit dem Teufelchen, erstreckt sich dieses Gebiet von Jaiza bis Mancha Blanca westlich der LZ47 bis hin zur Küstenlinie. Der Besucher kann allerdings eine geführte Wandertour buchen oder eine Busfahrt im Panorama-Bus. Sehr zu empfehlen. Dazu aber später mehr.



Startseite
La Asomada

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Ausflug 1
La Geria
Femes
Playas de Papagayo
Playa Blanca

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Ausflug 2
Nationalpark
Timanfaya


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Ausflug 3
Montañas del Fuego
de Timanfaya
geführte Bustour

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Ausflug 4
Mozaga
Caleta de Famara
Tiagua
Playa de la Madera

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Ausflug 5
Salinas de Janubio
Los Hervideros
El Golfo

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Ausflug 6
San Bartolomé
Jardín de Cactus
Cueva de los Verdes
Jameos del Agua
Orzola

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Ausflug 7
Teguise
Ermita de Las Nieves
Haria
Maguez
Guinate
Mirador del Rio

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Playa Quemada
Puerto del Carmen


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Montaña de las Lapas / del Cuervo (Krater der Raben)

Gleich nach der Gemeindegrenze zum “Municipio de Tinajo”, erkennbar an zwei Natursteinmauern links und rechts der Straße 56, beginnt ein leichter Wanderweg. Der Vulkan mit seinem markanten, scharfkantigen Kraterrand ist bequem zu umrunden. Wir laufen im Uhrzeigersinn und stoßen am Ende des Weges auf einen Durchbruch, durch den man in den großen Krater steigen kann.
Montaña de las Lapas o del Cuervo
Montaña de las Lapas o del Cuervo
Montaña de las Lapas del Cuervo
Lavafeld

Unterwegs erhalten wir immer mal wieder einen schönen, meist aber wolkenverhangenen, Blick auf die Montañas del Fuego
Blick auf die Feuerberge

Pflanzen auf Lanzarote Pflanzen - Flora - Lavabrocken
Pflanze und  Bimsstein
Pflanzen in der Lavawüste
Pflanzen und Flechten Lavakugel
Lavakugel Lavabrocken
Diese Flechten bitte nicht berühren. Sie benötigen hunderte von Jahren, um in diesem wasserarmen lebensfeindlichen, durch Lavaströme zerstörten, Ökosystem zu wachsen. Mit ihnen beginnt das Wachstum auf dem jungen Lavagestein. Sie sind sozusagen der Wegbereiter für höhere Pflanzenarten.
Flechten Pflanze
Dickblattgewächs  im Lavafeld Schlackekugel
Busch im Lavafeld
Eiskraut Eiskraut
Mesembryanthemum crystallinum
Der Einstieg in den Krater
Kratereingang
Am Parkplatz wieder angekommen, zeigt mir T. seinen Fund: Ein schönes Stück schwarze Basaltlava mit leuchtend grünem Olivin-Einschluss - wunderschön und bereits exakt geformt für einen Kettenanhänger.

Landschaft an der LZ 56
an der LZ 56
Lanzarote Landschaft

Mancha Blanca

Ermita de los Dolores Uns interessiert die Kirche Ermita de los Dolores mit der Statue der Nuestra Señora de los Volcanes (Heilige Jungfrau der Vulkane).

Die Legende besagt, dass die Madonnenfigur, getragen von den verzweifelten Einwohnern des Dorfes Mancha Blanca, während einer Bittprozession die Lavaströme anhielt und so das Land vor weiterer Zerstörung bewahrte. Sie ist am 15. September jeden Jahres das Ziel von Wallfahrten, die an die Errettung vor den Lavaströmen der Vulkanausbrüche in den Jahren 1730 bis 1736 und 1824 erinnern.
(Quelle Wikipedia)

Ein Kreuz hinter der Kirche auf einem Lavawall kennzeichnet die Stelle, an der der Lavafluss gestoppt haben soll. Oben beim Kreuz wundern wir uns über eine riesige asphaltierte Fläche und erklären uns diese Hässlichkeit mit den Besuchermassen der jährlich stattfindenden "Fiesta de la Virgen de los Volcanes", die von einer Kunsthandwerksmesse begleitet wird. Am besten die Augen schließen und sich vorstellen, man stände inmitten eines Lavafeldes. Dann wirkt das Ganze authentischer.
Ermita de los Dolores
Centro Visitantes Auf der LZ 67 fahren wir nun Richtung Yaiza, nicht ohne vorher dem Informationszentrum
"Centro Visitantes"
einen Besuch abgestattet zu haben. Das Besucherzentrum liegt an der Straße 67 kurz vor Mancha Blanca. Die Einfahrt über eine kleine Schotterstraße bis zum Parkplatz ist leicht zu übersehen, obwohl das in weiß gehaltene Gebäude in einem wunderbaren Kontrast zum Schwarz des Lavagesteins steht. Es ist perfekt in die Landschaft integriert.
Hier im Visitors-Center kann man auch die in kleinen Gruppen geführten Wandertouren im sonst nicht zugänglichen Terrain buchen.

Der Besuch lohnt sich, vor allem auch für Mondlandschaftsmuffel. Auf zwei Ebenen, eine davon unterirdisch, kann man sich über den Vulkanismus, die Geologie, Geodynamik sowie Flora und Fauna des Nationalparks mittels modernen Medien aber auch zahlreicher Ausstellungsstücke informieren. In einem kleinem Kinosaal kann man sich ganz gemütlich einen tollen Film über die Flora und Fauna im Nationalpark ansehen. Großformatige Fotos von der Landschaft in den Feuerbergen runden das Bild ab.

Super auch die Animation eines Vulkanausbruches. Dazu geht es mit einem Guide hinunter in eine Höhle unter dem Zentrum. Lautes Donnern und Grollen, aufsteigende Dämpfe, ein Beben unter den Füßen sowie Schwefel und Feuergeruch begleiten die Simulation (für Kleinkinder nicht geeignet wegen der fürchterlichen Geräusche). Die Geräusche und Gerüche sind schon notwendig für das Vorstellungsvermögen in unserem Medienzeitalter, um sich das Entsetzen der Bewohner von Yaiza im Jahr 1730 vorzustellen.
Centro Visitantes Centro Visitantes
Centro Visitantes Der Außenbereich des Gebäudes bietet einen kleinen Rundgang durch das Lavagestein mit Blick über die Feuerberge. Am Ende befindet sich eine Informationstafel mit den Namen der zu sehenden Vulkane.
Schon bald sehen wir das Schild mit dem bösen El Diablo (Teufel) - entworfen von César Manrique - welches auch das Naturschutzgebiet Montañas del Fuego de Timanfaya markiert.

Die Busfahrt durch die vielfarbige Vulkanlandschaft der Feuerberge sparen wir uns auf. Die Sicht ist uns nicht klar genug und wir wissen, dass wir nicht aussteigen dürfen und Fotos nur durch die Busfenster erlaubt sind. Durchführen wollen wir die 12 km lange Rundtour auf jeden Fall. Aber nicht heute.
Nationalpark
Wir nähern uns Jaiza
LZ67 - Jaiza
Jaiza
Kreisel bei Jaiza
In dem Restaurant neben der Mühle essen wir nicht, aber steigen auf einen Hügel und erhalten zur Belohnung noch einen eindrucksvollen Blick über die Landschaft und die Feuerberge
Mühle bei Jaiza
Aussichtspunkt
Auf der LZ 30 fahren wir nun durch La Geria

In mühevoller Arbeit haben die Bauern diese Trockenfelder angelegt. Die Wasserknappheit führte zu der genialen Idee, die Wasserspeicherfähigkeit des Vulkangesteins zu nutzen. Jeder einzelne Weinstock sitzt in einer trichterförmigen Vertiefung im schwarzen Lapilli. Die Löcher werden mit Erde, Sand und noch einer Schicht picón aufgefüllt. Das Wasser wird durch Luftfeuchtigkeit gewonnen. Die Vulkanasche speichert die Feuchtigkeit und gibt Wasser sowie Nährstoffe an die Pflanze weiter. Halbrunde niedrige Mauern aus Basaltbrocken schützen die Weinrebe gegen die allgegenwärtigen Winde und den Boden gegen Austrocknung.

In einer der zahlreichen Bodegas wollen wir einkehren und auch den Wein verköstigen, der hier angebaut wird.
La Geria Trockenfelder
BodegaIn der Bodega El Chupadero (Empfehlung unserer Vermieterin) lassen wir es uns gutgehen. Die Tapas Albondiga (Hackfleischbällchen in Tomatensoße), die Tortilla und die Datteln im Speckmantel schmecken köstlich.
Landschaft an der LZ 30
Landschaft an der LZ 30 - Lanzarote
Weiter zur Panorama-Busfahrt Montañas del Fuego de Timanfaya

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