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Dagys Reisebilder


Lanzarote
Mai 2014


Ausflug 7

Teguise
Ermita de Las Nieves
Haria
Guinate
Mirador del Rio



Lanzarote
- Ausflug 7

Teguise - Ermita de Las Nieves - Haria -  Guinate - Mirador del Rio






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La Asomada

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Ausflug 1
La Geria
Femes
Playas de Papagayo
Playa Blanca

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Ausflug 2
Nationalpark
Timanfaya


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Ausflug 3
Montañas del Fuego
de Timanfaya
geführte Bustour

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Ausflug 4
Mozaga
Caleta de Famara
Tiagua
Playa de la Madera

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Ausflug 5
Salinas de Janubio
Los Hervideros
El Golfo

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Ausflug 6
San Bartolomé
Jardín de Cactus
Cueva de los Verdes
Jameos del Agua
Orzola

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Ausflug 7
Teguise
Ermita de Las Nieves
Haria
Maguez
Guinate
Mirador del Rio

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Playa Quemada
Puerto del Carmen


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Die für heute gewählte Route führt uns wieder in den Norden Lanzarotes - von Teguise bis zum Mirador del Rio. Es ist heiß, aber auch heftig windig. Mein Fotogerät muss sich, meist an den Aussichtspunkten, mit Wolken, Nebelschwaden und Sand in der Luft abfinden.


Unser erstes Ausflugsziel ist das

Castillo de Santa Bárbara bei Teguise

Im Castillo befindet sich ein Emigrantenmuseum und seit 2010 auch ein Piratenmuseum.
Die Festung steht auf den Resten einer Burg, die zu Beginn des 14. Jahrhunderts errichtete wurde. Ihr heutiges Erscheinungsbild entstand in Bauphasen zwischen 1571 und 1596. Sie sollte Teguise und die Stadtbevölkerung vor Piratenangriffen und Sklavenhandel schützen. Dennoch wurden Festung und Stadt von Freibeutern mehrfach eingenommen.

Die Geschichte, die von aufeinanderfolgenden Invasionen durch Piraten und Freibeuter geprägt ist, wird in dem Museum anschaulich dargestellt. Ebenso die Geschichte der Auswanderer, die gezwungen waren durch Hunger und Durst in Amerika ihr Glück zu versuchen. Außer Schautafeln und Filmen könnt ihr auch Nachbildungen von Schiffen aus der damaligen Zeit bestaunen. Von der Festung kann man bis zur West- und Ostküste Lanzarotes, nach Arrecife, zum Timanfaya-Nationalpark im Süden und zur Insel La Graciosa im Norden sehen.

Die Festung liegt auf dem erloschen Vulkan Guanapay. In dessen Krater sind heute noch Reste einer Zisterne aus dem 18. Jahrhundert zu erkennen.
Castillo de Santa Bárbara bei Teguise
Castillo de Santa Bárbara Teguise- Blick vom Castillo de Santa Bárbara

Teguise


Nach der Burgbesichtigung starten wir unseren Spaziergang durch die denkmalgeschützte ehemalige Inselhauptstadt am großen Parkplatz, denn in diesem beschaulichen Städtchen mit der bitteren Vergangenheit steppt immer Sonntags der Bär. Einmal wöchentlich findet in Teguise der Sonntagsmarkt statt. Nicht nur einheimische Kunsthandwerker, Händler und Bauern bieten hier ihre Waren an. Auch Touristen strömen aus allen allen Teilen der Insel in den kleinen Ort.

Im Jahre 1568 plünderte der nordafrikanische Piratenfürst Morato Arraez die Stadt, ermordete zahlreiche Bewohner oder machte sie zu Sklaven. Die Callejon de Sangre (Blutgasse) hinter der Pfarrkirche erinnert noch heute mit einer Gedenktafel an diese schreckliche Tragödie.
Alte Gebäude und Einrichtungen wurden in Teguise nach und nach wieder aufgebaut. Die gesamte Altstadt von Teguise steht heute unter Denkmalschutz. Ein Bummel durch Teguise lohnt sich. Es gibt viel zu sehen. Verschiedene Kirchen, Klöster, Herrenhäuser und Museen.

Von etwa 1406 bis 1852 war Teguise Hauptstadt der Insel. Der Grund für diesen küstenfernen Standort liegt nahe. Auf dem Platz "Gran Mareta" hinter der Kirche Nuestra Senora de Guadalupe befindet sich der Brunnen Mareta, unter dem sich mit 40 Metern Durchmesser und neun Metern Tiefe die größte Zisterne Lanzarotes befindet. Hier wurde im Winter das lebensnotwendige Regenwasser gesammelt, das vom Berg Guanapay herabfloss. Heute wird der große, eher triste, Platz über der Zisterne für Veranstaltungen und Sonntags als Standort für Stände und Imbissbuden genutzt.
Teguise - vom Vulkan Guanapay
Teguise Teguise
Kirche Nuestra Senora de Guadalupe
Kirche Nuestra Senora de Guadalupe
Teguise - Nuestra Senora de Guadalupe
Teguise Teguise
Teguise Teguise
Es geht weiter auf der LZ 10. Nur wenige Kilometer nach Los Valles biegen wir auf einen unscheinbaren Weg, denn hoch oben auf dem Risco de Famara steht eine kleine Kapelle. Dort oben erwartet uns ein phantastischer Ausblick auf die Bucht von Famara und Caleta.

Wallfahrtskapelle Ermita de Las Nieves (Wallfahrtskapelle des Schnees)

Ermita de Las Nieves Einmal im Jahr ist die Kapelle Wallfahrtsziel; und statt um Schnee, wie eine Legende erzählt, wird um Regen gebeten. Mit dem kleinen Kirchgarten wirkt der Ort wie eine Oase in der öden vulkanischen Landschaft. Leider ist das Kirchlein verschlossen.
Wallfahrtskapelle Ermita de Las Nieves
Ein Pfad führt uns von der Kapelle zu den Steilklippen. Bei klarer Sicht reicht der Blick von Insel La Graciosa über die Bucht von Famara bis hinüber zu den Feuerbergen von Timanfaya. Heute hängen allerdings dichte Wolken an den Felswänden der tief abfallenden Steilküste und verwehren uns den Fernblick. Und auch dort unten wirbelt der boeige Wind wieder viel Sand auf.
an den Steilklippen bei Ermita de Las Nieves
Aussichtspunkt Aussichtspunkt
AussichtpunktAuf dem Rückweg halten wir noch einmal an einem weiteren Aussichtspunkt bei diesen Steilklippen. Von hier ist auch der höchste Punkt der Insel zu sehen, der 670 Meter hohe Penas del Chache, auf dem eine Radarüberwachungsanlage des spanischen Militärs steht. Wir entscheiden uns dann, ab der Weggabelung die Schotterpiste zu fahren. Auf den Berg hinauf kommt man allerdings nicht, da es sich hier um Sperrgebiet handelt.
Hier noch einmal der Blick hinunter.
Aussichtspunkt bei Ermita de Las Nieves
Serpentinenreich und eindrucksvoll verläuft nun die Straße nach Haria. Eine wunderbare Strecke mit vielen Haltepunkten.
Serpentinenstraße nach Haria
Aussichtspunkt
Wir werden gleich die Hauptstraße verlassen auf der Piste weiterfahren zu einem weiteren Aussichtspunkt an der Steilküste des Risco de Famara, die auch Teil eines Rundwanderweges ist.
Strasse LZ10 kurz vor Haria
Blick zurück zur Serpentinenstraße und bis hin Ostküste - Vor uns liegt Haria.
Aussicht Aussicht
Mirador oberhaln Haria Unser kleiner Umweg hat sich gelohnt. Hier können wir noch ein wenig laufen. Ich glaube der Weg geht weiter bis man auf den Rundwanderweg bei Guinate stößt. Bin aber nicht sonderlich schwindelfrei.
Aussichtspunkt bei  Haria
Darüber hinaus erhalten wir noch einmal einen herrlichen Blick hinunter in die Famara-Ebene. Wir erkennen sogar den Küstenwanderweg, der bei La Caleta beginnt.
Aussichtspunkt bei Haria
Steinlabyrinth bei Haria Bild
Piste bei Haria Auf ins Tal der tausend Palmen.

Auch ein heftig knurrender Magen leitet uns jetzt schleunigst nach Haria.

Haria

ist eines der schönsten Dörfer auf Lanzarote, was sicher auch auf den Einfluss des Künstlers César Manrique zurückzuführen ist, der hier einige Jahre lebte und auch begraben ist. Haria liegt eingebettet zwischen hohen Bergen und unzähligen Palmen, wodurch der Ort den Beinamen "Tal der tausend Palmen" erhielt. Laut einer Legende wuchs immer eine neue Palme, wenn in Haria ein Mädchen geboren wurde.
Gasse in  Haria Haria
Gasse in Haria
Zentrum Haria
Haria Plaza León y Castillo









Nach der Stärkung unter Lorbeer- und Eukalyptusbäumen in einer Tapa-Bar und einem anschließenden kleinen Verdauungssparziergang durch den Ort
geht es für uns weiter, wie soll es auch anders sein, zu einem weiteren Aussichtspunkt bei Guinate.
Hier gibt es einen sehr schönen Rundwanderweg mit einem Abstecher zum Hochplateau des Famara-Riffs. Wir hatten wirklich vor, diesen Weg zu laufen. Nur leider läuft uns die Zeit davon. Wir wollen doch noch zum Mirador del Rio, auch wenn dies hier eine wunderbare Alternative wäre. Ebenso wie der nächste Point of Viev.

Vorbei am Guinate Tropical Park, bestimmt auch sehr sehenswert und den ich deswegen hier nicht unerwähnt lassen möchte, fahren wir zum Mirador de Guinate, wo wir heute zum ersten Mal einen Blick auf die vorgelagerte Insel La Graciosa erhaschen.
Aussichtspunkt bei Guinate
unterwegs Lange können wir uns nicht aufhalten. Der nördlichste Punkt unseres heutigen Ausflugs erwartet uns "Mirador del Rio". Und dort sind die Öffnungszeiten zu beachten. Die Straße 201 führt uns durch Re und dann zum Ziel. Die Küstenstraße behalten wir uns für den Rückweg vor.

Mirador del Rio

Auch diese touristische Attraktion wurde von dem einheimischen Künstler und Architekten César Manrique entworfen, der einen alten Geschützstand zu einem Aussichtsturm umgestaltete. 475 Meter über dem Meeresspiegel gelegen, reicht der Blick weit über die Felsklippen und über die Meerenge Río hinüber bis auf den Chinijo-Archipel, mit den Inseln La Graciosa, Alegranza und Montaña Clara.

Mirador del RioAuch diese touristische Sehenswürdigkeit ist für uns ein Muss. Lanzarote lebt vom Tourismus. Wir zahlen gerne den Eintritt. Derartige Dinge sowie die Infrastruktur pflegen und finanzieren sich nicht von alleine. Vieles wäre auf einer Insel, die zu großen Teilen aus Lavagestein besteht, gar nicht zugänglich.

Das Mirador del Rio besteht aus einem in den Fels integrierten Café mit großen Panoramascheiben und einer außen gelegenen, über dem Abgrund befindlichen Brüstung sowie ganz oben noch einer weiteren Aussichtsplattform.
Mirador del Rio Mirador del Rio
Mirador del Rio Mirador del Rio
Mirador del Rio
Mirador del Rio
Mirador del Rio
Gut, dass wir uns die Küstenstraße für den Rückweg aufgehoben haben. Denn die Fahrt hinunter bis Re geht über eine kurven- und aussichtsreiche Strecke.
Küstenstraße beim Mirador del Rio

Montaña Corona

Dieser schöne Vulkankegel (609 m) ist das Wahrzeichen der Gemeinde Haria im Nordens der Insel und seine Eruptionen prägten weite Teile der Landschaft. Vor etwa 3000 Jahren durchbrach der Vulkan das Famara-Massiv. Die meiste Lava strömte nach Osten und schuf das riesige Lavafeld "Malpais de la Corona", das sich bis zur Küste erstreckt.

Unter der erstarrenden Lava bildete sich ein 6,9 Kilometer langer Tunnel, der weitere 1,4 Kilometer unter dem Meeresboden in den Atlantik reicht. Es entstand einer der längsten Lavatunnel der Erde. Bei der "Gueva Los Verdes" ist der Einstieg in einen Teil des Höhlensystem unter Führung möglich. Und in offenen Lavablasen im Tunnelsystem hat César Manrique bei den "Jameos del Agua" eine weitere touristische Attraktion geschaffen.

Ich notiere mir für einen weiteren Inselurlaub: Wandern beim Monte Corona. Na ja, eigentlich notiere ich mir das für T. Mein Mann will bestimmt auf den Kraterrand, einen Blick hineinwerfen und die Aussicht über weite Teile der Insel genießen. Der steile unbefestigte und nicht markierte Aufstieg auf Lavageröll wäre nichts für mich. Für Fußfaule gibt aber auch noch einen kleinen Nebenkrater.

Monte Corona von Westen aus gesehen
Monte Corona
Bei Haria geht es dann wieder Kehre um Kehre auf der Serpentinenstraße von einem Aussichtspunkt zum nächsten. Die tief hängende Wolken kriechen nun über den Risco.
Serpentinen bei Haria
Krasser kann der Unterschied nicht sein. Hätte heute auch gerne umgekehrt sein dürfen. Im Osten die Wolken, dafür im Westen der blaue Himmel. Aber wer wird denn meckern.
serpentinen bei Haria Bild
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